Sonntag, November 20, 2016

Bücher und Träume


Ich träume sehr viel. Teils wirres Zeug, bruchstückhafte Szenen, die kaum Sinn ergeben, teils zusammenhängende Geschichten, die sich von Nacht zu Nacht fortsetzen. Dabei tauchen jede Menge Motive, Personen und Themen auf, die am Tag zuvor eine Rolle gespielt haben - ob auf der Arbeit, im Bus, zuhause oder in Serien und Büchern.
Als ich mich in der Uni zum wiederholten Male durch "Effie Briest" quälen musste, träumte ich in der Nacht darauf, dass ich nach meiner Scheidung auf dem Dachboden meiner Eltern mein Dasein fristete. Nach "Der Untertan" träumte ich, dass ich einen Job in einer Papierfabrik hatte und von meinem Chef gedemütigt wurde. Und nach der Lektüre von "Der Prozess" musste ich im Traum vor Gericht erscheinen, um mich für eine Verkehrswidrigkeit zu verantworten. Reden durfte ich im Saal aber nicht.

Literatur bietet offensichtlich jede Menge brauchbares Material für Träume. Und ich - als Träumerin mit jahrelanger Erfahrung - gehe davon aus, dass ein direkter Zusammenhang besteht zwischen dem Inhalt unserer aktuellen Lektüre und den Motiven, die unsere Träume beherrschen. Darum habe ich eine kleine Infografik erstellt, die aufzeigt, nach welcher Lektüre wir (höchstwahrscheinlich) was träumen. Irrtümer ausgeschlossen. 



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