Samstag, März 02, 2013

Rory Gilmore Reading Challenge

Letzte Woche habe ich im Internet den tollen Blog SeitenBlicke gefunden, auf dem Pia regelmäßig Bücher vorstellt, rezensiert und empfiehlt.
Dort habe ich etwas entdeckt, was mich auf Anhieb begeistert hat: Die Rory Gilmore Reading Challenge. Immer wieder tauchen in der Serie "Gilmore Girls" Anspielungen auf Bücher auf - Rory und ihre Freunde scheinen den gesamten literarischen Kanon - angefangen bei trivialer Unterhaltungsliteratur bis hin zu anspruchsvollen Klassikern - nicht nur gelesen, sondern auch Sprache, Handlung und Dialoge so verinnerlicht zu haben, dass sie mühelos jede beliebige Stelle eines Buches - sei es Bulgakow, Proust oder Rowling - zitieren oder je nach Kontext  parodieren können.
Erstaunlich dabei finde ich, dass Rory sehr selten beim Lesen gezeigt wird. Sie hat auch keine überfüllten Bücherregale in ihrem Zimmer stehen. Vielmehr verbringt sie ihre Zeit damit, sich mit ihren Freunden zu treffen, Dialoge mit ihrer Mutter zu führen, die die höchste Witzdichte aufweisen, die ich bisher in Serien gesehen habe, und eine Menge zu essen. Ihr Lesepensum scheint sie spielerisch nebenher zu erfüllen. Dabei sieht sie phantastisch aus, ist immer perfekt gekleidet, hat wunderschöne Haare ... - Oh Gott, ich hasse sie!
Aber ich schweife ab.

Bisher schien mir Rorys Bibliothek endlos und nicht fassbar, doch nun hat sich jemand die Mühe gemacht, alle Bücher, die die Protagonistin in den sieben Staffel gelesen hat, aufzulisten. Und daraus entstand die "Rory Gilmore Reading Challenge", bei der alle diese Bücher - ohne zeitliche Beschränkung - gelesen werden. Ich habe mir die Liste gleich angesehen und darüber nachgedacht, mitzumachen.
Doch dann musste ich feststellen, dass ich von den 330 Titeln bisher gerade mal 21 Bücher gelesen habe. Erschreckend. Und leider waren Titel mit beängstigendem Umfang wie "Krieg und Frieden" und "Moby Dick" nicht dabei. Dafür konnte ich ein paar Bücher entdecken, die ich bereits angefangen, dann aber wieder abgebrochen habe wie "Anna Karenina" oder "Der Schatten des Windes". Und die möchte ich auf keinen Fall "nochmal" lesen müssen.
Und auch wenn ich meine verbalen Äußerung gerne mit literarischen Anspielungen versehen würde, um mir selbst eine eindrucksvolle Mischung aus Intellektualität und charmantem Witz zu verpassen, muss ich dieses Projekt wohl erstmal ein bisschen aufschieben bis ich mein Tolstoi-Trauma verdrängt oder überwunden habe. Da Freud aber nicht auf der Rory-Liste steht, besteht immerhin eine Chance ...

Trotzdem finde ich die Challenge ganz wunderbar - mehr Informationen und die Liste der Titel findet Ihr hier.

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