Donnerstag, Juni 28, 2012

Was nervt III

Wäsche aufhängen.
Der Spruch "Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied".
Bot Checker, die man nicht lesen kann.
Zähne putzen.
Dass ich so oft Werbung für Viagra bekomme, die ich gar nicht gebrauchen kann.
Die Lakritztürme in der Haribo-Colorado-Packung.
Dass Kaulquappen nicht Kaulquappen bleiben, sondern sich zu Froschen entwickeln müssen.
Das Ticken von Uhren.
Die Farbkombination türkis-pink.
Dass ich keinen Swimmingpool besitze.

Sonntag, Juni 24, 2012

Lindt Pralinen

Es war kurz vor Weihnachten. Der Kaufhof in Aachen hatte den Anlass entsprechend einen Adventskalender- und Nikolausverkauf im Eingangsbereich organisiert und ich durchstöberte gut gelaunt die angebotene Ware. Nach langem Überlegen entschied mich für eine kleine Packung Lind-Pralinen und stellte mich an die Kasse.
Als ich gerade mein Portemonnaie aus der Tasche kramte, fragte mich die Verkäuferin: "Haben Sie Ihren Ausweis dabei?"
Irritiert schaute ich auf. "Ja. Warum?"
Mit gereizter Stimme belehrte mich die Frau: "Ja, da ist Alkohol drin! Die kann ich nicht einfach so verkaufen!"
Erstaunt antwortete ich: "Da ist Alkohol drin?"

Donnerstag, Juni 21, 2012

Norma

Hier in der Nähe gibt es einen Norma. Alles in allem lässt sich sagen, dass der Laden in keinem guten Zustand ist. Die Regale sind nicht aufgeräumt, auf dem Boden häufen sich klebrige Reste von geplatzten Safttüten und aus dem Lager kommt ein merkwürdiger, muffiger Geruch. Wenn der Müll im Lager seine Dünste über Nacht vollends ausbreiten konnte, stinkt morgens der ganze Straßenabschnitt nach faulen Eiern und Biotonne. Da er für mich aber auf dem Weg liegt, spring ich oft nach der Arbeit noch kurz rein, um mir die eine oder andere Kleinigkeit zu besorgen.
In diesem Supermarkt stellen sich mir zwar keine Fragen, für die ich einen Ansprechpartner brauchen würde, die schlechte Besetzung macht sich aber spätestens an der Kasse bemerkbar. Während ich - wie ich schon in sehr vielen Lebenslagen feststellen durfte - äußerst professionell mit dem Thema Langeweile umgehe, scheinen andere schnell überfordert, sobald sie ohne entsprechende Unterhaltung einmal warten müssen.

Montag, Juni 18, 2012

Was nervt II

Das Spiel "Die Siedler von Catan".
Tim Bendzko.
Knoten im Haar.
Wenn jemand einen "Latte Matsch-atto" bestellt.
Oder nur einen "Latte".
Wenn man im Bus nicht telefonieren darf.
Bootsschuhe.
Wenn man keinen Keks zum Kaffee bekommt.
Und dass bei Kaltgetränken nie Kekse gereicht werden.
Löcher im Socken.
Dass die Mode der Neunziger wieder da ist.

Sonntag, Juni 17, 2012

Bioeier

Gestern waren H. und ich einkaufen.
Eine Tüte Aufbackbrötchen in der einen und ein Glas Erdbeermarmelade in der anderen Hand, steuerte ich zielstrebig die Kühltheke an, während H. noch mit einem Sechserträger Wasser kämpfte. Auf dem Weg dorthin standen sich ein Mann und eine Frau in einem der Quergänge gegenüber.
Und sprachen über Eier.
Als ich in Hörweite war, kündigte die Frau gerade an: "Ich nehme hier die vier Bioeier." Entschlossen griff sie zu einem der Eierkartons, während ihr Freund interessiert aufschaute und empfahl: "Aber schau nach, ob die auch ganz sind." Sichtlich genervt von dieser Pedanterie verdrehte sie die Augen und schnaufte: "Oh man! Na gut!"

Donnerstag, Juni 14, 2012

Was nervt

Nur ein kleiner Auszug::

Die Frage "Was geht?"
Oasis.
Die Antwort "Muss ja."
Das Klingeln des Weckers.
Kalt gewordener Kaffee.
Rutschende Strumpfhosen.
Rosinen.
Wenn sich die Daunen in der Bettdecke ungleichmäßig verteilen.
Pfeifen.
Die Begeisterung für Paolo Coelho.

Samstag, Juni 09, 2012

Bodypump

Ein Bürojob hat viele Vorteile. Einer davon ist, dass man bei der Arbeit sitzt. Ein anderer, dass man während der Arbeit essen kann.
Für problematisch halte ich jedoch das Phänomen, dass mein Körper durch die mangelnde Bewegung sehr wenig verbrennt, mein Appetit aber ungebrochen zu sein scheint. Erst kürzlich musste ich feststellen, dass die sommerliche Leinenhose, die ich erst vor einigen Wochen gekauft hatte und die bisher nur wegen des unkooperativen Wetters noch nicht zum Einsatz gekommen war, nicht mehr passte. Wobei, um bei der Wahrheit zu bleiben, muss ich mich verbessern: Die Knöpfe lassen sich mit ein wenig Disziplin (das Ausatmen sollte man sich verkneifen) noch schließen, nur das Hinsetzen gestaltet sich schwierig - was, wo ich schon beim Thema bin, ein weiterer Nachteil eines Bürojobs ist.

Freitag, Juni 01, 2012

Lyrischer Kanon

Bisher war mir die Bedeutung meines künstlerischen Schaffens noch nicht in ihrem ganzen Ausmaß bewusst. Doch heute ereilte mich ein Schreiben, das mir die Augen öffnete. Mir wurde ein Angebot unterbreitet, das meiner scheinbar unangebrachten Bescheidenheit ein Ende setzt. Mir wurde der Weg für eine literarische Laufbahn geebnet.

Ich zitiere:

"Ihr im Standardwerk ... herausgegebenes Gedicht Tief eingeatmet ist der Redaktion aufgefallen. Es ist sehr geeignet, um im Fernsehen gelesen und ausgestrahlt zu werden.