Während meines Studiums habe ich halbtags in einer Bäckerei gearbeitet, die an einen kleinen Supermarkt in der Nähe der Innenstadt angeschlossen war. Mir fiel schon früh auf, dass vor dem Eingang immer die gleichen düsteren Gestalten herum lungerten und auf kleine Gaben hofften. Eine Erklärung dafür war sicherlich die Tatsache, dass das Sozialamt nur etwa 30 Meter entfernt war. Ein anderer ausschlaggebender Punkt könnte aber wohl auch der Deal gewesen sein, den der Filialleiter mit der sympathischen Clique ausgehandelt hatte. Wenn diese nämlich abends dafür sorgte, dass vor den Eingangstüren das Laub und der angefallene Müll weggefegt wurden, gab es als Belohnung einen Kasten Bier. Der Pfand musste in unserem Supermakt dann wieder abgegeben werden. Das gehörte auch zur Abmachung und garantierte uns die ständige Anwesenheit der Herren, denn sie waren praktisch veranlagt und tranken die Flaschen einfach direkt vor Ort.
Einen von ihnen, der beim bloßen Hinsehen nur zwei sichtbare Zähne vorweisen konnte, kannte ich, weil er es mal geschafft hatte, einen Bus für mehrere endlos währenden Minuten anzuhalten. Der Busfahrer hatte etwas gegen Bierdosen, was den Zahnlosen wiederum sehr wütend machte. Es kam zu wüsten Beschimpfungen und gemeinen Drohungen und führte zu einem spontanen Busfahrerstreik, der damit endete, dass nicht nur die Bierdose, sondern auch der Besitzer den Bus verließ.
Schnell hatten sie mich als neue Mitarbeiterin in ihrer Stammlokalität akzeptiert und schon bald wurde ich überall - in der Fußgängerzone, wenn ich in den Bus einstieg oder wenn ich auf dem Weg zur Uni war - mit einem lauten "Hallo Frau Bäckerin!" begrüßt.
Manchmal hatten sie Glück und sie bekamen den ein oder anderen Euro zugesteckt und gönnten sich eine Kleinigkeit aus unserem reichhaltigen Sortiment. An einem Morgen beobachtete ich eine ältere Frau, die einem kleinen, schmächtigen Obdachlosen ein wenig Geld gab. Dieser stiefelte sofort in den Supermakt. An der Kasse standen die beiden hintereinander. Nachdem der Mann bezahlt hatte, wandte sich die Dame vertrauensvoll an die Kassiererin: "Och, schauen Sie mal. Gerade habe ich ihm mit zwei Euro ausgeholfen und er kauft sich dafür eine Tüte Saft. Das ist doch wirklich schön."
Die gute Seele hat wohl noch nicht mitbekommen, dass es Wein auch in geschmackvollen Tetra Paks zu kaufen gibt.
Samstag, Juli 23, 2011
Donnerstag, Juli 21, 2011
Lesbische Liebe
Vor einigen Wochen musste ich in einer Abteilung aushelfen, in der ich mich kaum auskannte.
Gerade hatte ich meine Schicht angefangen, als ein langer, schlacksiger Mann auf mich zukam und fragte: "Sagen Sie, haben Sie auch Bücher über Homesexualität da? Speziell über die lesbische Liebe?"
Ich hatte eine leise Ahnung, wo wir solche Bücher haben könnten, lief los und hoffte inständig, dass sich das Ganze nicht zu einem Beratungsgespräch entwickeln würde. Der junge Mann folgte mir und führte seine Gedanken noch ein wenig aus: "Also eigentlich suche ich etwas, was den Frauen das Ganze erklärt, wissen Sie. Eher wie ein Sachbuch... Ich habe eine Freundin, die sich das nicht so recht vorstellen kann. Und ich brauche eine hilfreiche Lektüre dazu..."
Inzwischen waren wir angekommen und ich stellte fest, dass wir uns vor einem Regal befanden, über dem ein Schild mit der Aufschrift "Erotik" angebracht war. Vorsichtig formulierte ich meine Vermutung: "Hmm, ja. Ich verstehe schon. Ich fürchte nur, dass diese Bücher eher in Richtung Ratgeber gehen..."
Er schaute mich erwartungsvoll an: "Wie meinen Sie das?"
"Diese Bücher geben Ratschläge für die Praxis, für die Beziehung, das Ausleben der Liebe, den Sex usw."
"Achso, ja... dann schaue ich mich mal um."
Erleichtert antwortete ich: "Ja, gerne.", und drehte mich schon um.
Doch ich wurde aufgehalten: "Haben Sie denn auch schon ein Buch darüber geschrieben?", fragte er mich interessiert.
Irritiert schaute ich ihn an. "Ähm... nein."
"Achso.", erwiderte er enttäuscht und wandte sich wieder seiner Lektüre zu.
Das war irgendwie ein merkwürdiges Ende...
Gerade hatte ich meine Schicht angefangen, als ein langer, schlacksiger Mann auf mich zukam und fragte: "Sagen Sie, haben Sie auch Bücher über Homesexualität da? Speziell über die lesbische Liebe?"
Ich hatte eine leise Ahnung, wo wir solche Bücher haben könnten, lief los und hoffte inständig, dass sich das Ganze nicht zu einem Beratungsgespräch entwickeln würde. Der junge Mann folgte mir und führte seine Gedanken noch ein wenig aus: "Also eigentlich suche ich etwas, was den Frauen das Ganze erklärt, wissen Sie. Eher wie ein Sachbuch... Ich habe eine Freundin, die sich das nicht so recht vorstellen kann. Und ich brauche eine hilfreiche Lektüre dazu..."
Inzwischen waren wir angekommen und ich stellte fest, dass wir uns vor einem Regal befanden, über dem ein Schild mit der Aufschrift "Erotik" angebracht war. Vorsichtig formulierte ich meine Vermutung: "Hmm, ja. Ich verstehe schon. Ich fürchte nur, dass diese Bücher eher in Richtung Ratgeber gehen..."
Er schaute mich erwartungsvoll an: "Wie meinen Sie das?"
"Diese Bücher geben Ratschläge für die Praxis, für die Beziehung, das Ausleben der Liebe, den Sex usw."
"Achso, ja... dann schaue ich mich mal um."
Erleichtert antwortete ich: "Ja, gerne.", und drehte mich schon um.
Doch ich wurde aufgehalten: "Haben Sie denn auch schon ein Buch darüber geschrieben?", fragte er mich interessiert.
Irritiert schaute ich ihn an. "Ähm... nein."
"Achso.", erwiderte er enttäuscht und wandte sich wieder seiner Lektüre zu.
Das war irgendwie ein merkwürdiges Ende...
Samstag, Juli 16, 2011
Donnerstag, Juli 14, 2011
Vorstellungsgespräch
Im letzten Jahr hatte ich einige Vorstellungsgespräche. Eins von ihnen hat mir besonders gut gefallen.
Es war am Tag der Loveparade und nur einige Kilometer entfernt von Duisburg in einem kleinen Kaff, dessen Namen ich vorher noch nie gehört und im Anschluss auch gleich wieder vergessen hatte. Es ging um eine Ausbildung zur Buchhändlerin, die ich nach meinem Abschluss in Erwägung gezogen habe.
In der Buchhandlung angekommen wurde ich gleich mit eingespannt und durfte die Ladenschließung kreativ mitgestalten, indem ich die Präsentationstische von draußen reinschob und die Schirme abspannte. Ich persönlich fand mein Engagement wirklich vorbildlich.
Kaum hatte die Inhaberin des Ladens die Tür abgeschlossen, saßen wir auch schon in der kleinen Sitzecke bei einem Glas Wasser, umringt von Bücherregalen und ich wartete angespannt auf die ersten Fragen. Doch es stellte sich heraus, dass ich kaum etwas zu dem Gespräch beitragen sollte. Abgesehen davon, dass ich ihre Annahme, ich arbeitete in einer Bäckerei, korrigieren und sie über meine Fachrichtung an der Uni aufklären musste, hatte ich kaum Redeanteil.
"Wissen Sie", begann sie das Gespräch "das hier ist keine gewöhnliche Buchhandlung...", und ich lauschte voller Erwartung, eine spannende Geschichte über berühmte Schriftsteller- und Buchhändlerpersönlichkeiten zu hören, die das Geschäft im Laufe der Jahrzehnte geprägt hatten, doch leider kam es anders. Es folgten zwei Stunden, in denen eine Frau, berauscht von ihrer eigenen Person, von ihren Leistungen schwärmte. In denen ich von - vorher nie gehörten - Preisen erfuhr, die sie selbstverständlich zahlreich verliehen bekommen hatte. Und in denen ich lernen durfte, dass es durchaus ein Grund zum Angeben war, wenn alle Bewohner einer Stadt ihren Laden besuchten, anstatt in einer der vielen Ketten einzukaufen, auch wenn es weit und breit keine solche und auch keine andere Konkurrenz gab. Selbstverständlich war letzteres nicht der Grund für die guten Besucherzahlen, sondern die hervorragende Beratung, die nur durch die intensive Lektüre zweier Tageszeitungen und etwa hundert Büchern pro Woche garantiert werden konnte. Als aufmerksame Beobachterin hatte ich schnell festgestellt: Bescheidenheit war ihre große Stärke.
Sie suchte mittlerweile seit einem halben Jahr nach einem geeigneten Auszubildenen und schon bald hatte ich eine leise Ahnung, warum sie nicht fündig wurde.
In ihrem Laden arbeiten nur Akademiker - jemand ohne Abschluss wurde nicht zum Gespräch eingeladen, auch wenn sie selbst ihr BWL-Studium abgebrochen hatte. Aber das war selbstverständlich etwas anderes - schließlich hatte sie sich schon mit 21 selbstständig gemacht. Die Ausbildung um ein Jahr zu verkürzen, was nach einem abgeschlossenem Studium durchaus üblich wäre, kam nicht in Frage. Die drei Jahre braucht man selbstverständlich, um auch Sicherheit in der Tätigkeit zu bekommen - zumal Auszubildene erst nach einem halben Jahr Kontakt mit den Kunden aufnehmen dürfen. Schließlich habe sie einen Ruf zu verlieren und sie konnte wohl kaum riskieren, dass ein Angestellter einfach die Fragen eines Kunden beantwortete.
Auch mit dem geforderten abgeschlossenen Studium musste ich meine Qualitäten mit einem 4-seitigen Allgemeinbildungstest mit Fragen über den amerikanischen Bürgerkrieg, die Zugehörigkeit verschiedener Inseln und die Namen von Nobelpreisträgern unter Beweis stellen und im Anschluss noch einige allgemeine Gedanken über Literatur diskutieren. "Was ist wohl der Grund dafür, dass so viele Menschen Krimis lesen?", fragte sie mich, als es um meine persönlichen Vorlieben bei Büchern ging (Krimis gehören nicht dazu) und ich rollte innerlich schon mit den Augen, während ich mich vorsichtig sagen hörte: "Also in erster Linie wegen der Spannung, der Unterhaltung..." Da unterbrach sie mich schon und belehrte mich: "Naja, das ist nur eine Seite der Medaille. Krimis haben immer ein Happy End." (Und schon hier dachte ich: Stimmt ja gar nicht.) "Das haben die Leute im wahren Leben nicht. Deswegen sehnen sie sich danach." (Und ich dachte: Im Normalfall wird mindestens ein Mensch ermordet, wenn nicht sogar mehr, und am Schluss wird der Mörder verurteilt und die Angehörigen müssen mit ihrem Verlust leben. Lediglich der selbstgerechte Ermittler darf sich seinem Erfolgserlebnis und Narzissmus hingeben...)
"Das erste halbe Jahr würden Sie sich in der Probezeit befinden. Für den Fall, dass Sie sich in dieser Zeit nicht bewähren sollten, wäre der Umzug nach Duisburg ein zu großer Aufwand.", gab sie mir noch als Tipp mit. Die Mutter des letzten Auszubildenen hatte ihrem Sohn eine Auto geschenkt, damit er zur Arbeit pendeln konnte. "Könnten Sie sich das auch vorstellen?", fragte sie mich, als wäre es vollkommen naheliegend, dass ich bei der erstbesten Gelegenheit einen PKW geschenkt bekomme, während ich mein Studium selbst finanziert habe.
Nach zwei endlosen Stunden wurde ich verabschiedet und auch gleich für einen weiteren Termin in ihren Kalender eingetragen - zum Probearbeiten.
Meine Frage nach der Erstattung des Fahrgeldes wurde nie beantwortet. Und auf meine Absage hin, bekam ich meine Bewerbung per Post zurückgeschickt mit einem Anschreiben, dass Sie sich leider für jemand anderen entschieden hätten.
Es war am Tag der Loveparade und nur einige Kilometer entfernt von Duisburg in einem kleinen Kaff, dessen Namen ich vorher noch nie gehört und im Anschluss auch gleich wieder vergessen hatte. Es ging um eine Ausbildung zur Buchhändlerin, die ich nach meinem Abschluss in Erwägung gezogen habe.
In der Buchhandlung angekommen wurde ich gleich mit eingespannt und durfte die Ladenschließung kreativ mitgestalten, indem ich die Präsentationstische von draußen reinschob und die Schirme abspannte. Ich persönlich fand mein Engagement wirklich vorbildlich.
Kaum hatte die Inhaberin des Ladens die Tür abgeschlossen, saßen wir auch schon in der kleinen Sitzecke bei einem Glas Wasser, umringt von Bücherregalen und ich wartete angespannt auf die ersten Fragen. Doch es stellte sich heraus, dass ich kaum etwas zu dem Gespräch beitragen sollte. Abgesehen davon, dass ich ihre Annahme, ich arbeitete in einer Bäckerei, korrigieren und sie über meine Fachrichtung an der Uni aufklären musste, hatte ich kaum Redeanteil.
"Wissen Sie", begann sie das Gespräch "das hier ist keine gewöhnliche Buchhandlung...", und ich lauschte voller Erwartung, eine spannende Geschichte über berühmte Schriftsteller- und Buchhändlerpersönlichkeiten zu hören, die das Geschäft im Laufe der Jahrzehnte geprägt hatten, doch leider kam es anders. Es folgten zwei Stunden, in denen eine Frau, berauscht von ihrer eigenen Person, von ihren Leistungen schwärmte. In denen ich von - vorher nie gehörten - Preisen erfuhr, die sie selbstverständlich zahlreich verliehen bekommen hatte. Und in denen ich lernen durfte, dass es durchaus ein Grund zum Angeben war, wenn alle Bewohner einer Stadt ihren Laden besuchten, anstatt in einer der vielen Ketten einzukaufen, auch wenn es weit und breit keine solche und auch keine andere Konkurrenz gab. Selbstverständlich war letzteres nicht der Grund für die guten Besucherzahlen, sondern die hervorragende Beratung, die nur durch die intensive Lektüre zweier Tageszeitungen und etwa hundert Büchern pro Woche garantiert werden konnte. Als aufmerksame Beobachterin hatte ich schnell festgestellt: Bescheidenheit war ihre große Stärke.
Sie suchte mittlerweile seit einem halben Jahr nach einem geeigneten Auszubildenen und schon bald hatte ich eine leise Ahnung, warum sie nicht fündig wurde.
In ihrem Laden arbeiten nur Akademiker - jemand ohne Abschluss wurde nicht zum Gespräch eingeladen, auch wenn sie selbst ihr BWL-Studium abgebrochen hatte. Aber das war selbstverständlich etwas anderes - schließlich hatte sie sich schon mit 21 selbstständig gemacht. Die Ausbildung um ein Jahr zu verkürzen, was nach einem abgeschlossenem Studium durchaus üblich wäre, kam nicht in Frage. Die drei Jahre braucht man selbstverständlich, um auch Sicherheit in der Tätigkeit zu bekommen - zumal Auszubildene erst nach einem halben Jahr Kontakt mit den Kunden aufnehmen dürfen. Schließlich habe sie einen Ruf zu verlieren und sie konnte wohl kaum riskieren, dass ein Angestellter einfach die Fragen eines Kunden beantwortete.
Auch mit dem geforderten abgeschlossenen Studium musste ich meine Qualitäten mit einem 4-seitigen Allgemeinbildungstest mit Fragen über den amerikanischen Bürgerkrieg, die Zugehörigkeit verschiedener Inseln und die Namen von Nobelpreisträgern unter Beweis stellen und im Anschluss noch einige allgemeine Gedanken über Literatur diskutieren. "Was ist wohl der Grund dafür, dass so viele Menschen Krimis lesen?", fragte sie mich, als es um meine persönlichen Vorlieben bei Büchern ging (Krimis gehören nicht dazu) und ich rollte innerlich schon mit den Augen, während ich mich vorsichtig sagen hörte: "Also in erster Linie wegen der Spannung, der Unterhaltung..." Da unterbrach sie mich schon und belehrte mich: "Naja, das ist nur eine Seite der Medaille. Krimis haben immer ein Happy End." (Und schon hier dachte ich: Stimmt ja gar nicht.) "Das haben die Leute im wahren Leben nicht. Deswegen sehnen sie sich danach." (Und ich dachte: Im Normalfall wird mindestens ein Mensch ermordet, wenn nicht sogar mehr, und am Schluss wird der Mörder verurteilt und die Angehörigen müssen mit ihrem Verlust leben. Lediglich der selbstgerechte Ermittler darf sich seinem Erfolgserlebnis und Narzissmus hingeben...)
"Das erste halbe Jahr würden Sie sich in der Probezeit befinden. Für den Fall, dass Sie sich in dieser Zeit nicht bewähren sollten, wäre der Umzug nach Duisburg ein zu großer Aufwand.", gab sie mir noch als Tipp mit. Die Mutter des letzten Auszubildenen hatte ihrem Sohn eine Auto geschenkt, damit er zur Arbeit pendeln konnte. "Könnten Sie sich das auch vorstellen?", fragte sie mich, als wäre es vollkommen naheliegend, dass ich bei der erstbesten Gelegenheit einen PKW geschenkt bekomme, während ich mein Studium selbst finanziert habe.
Nach zwei endlosen Stunden wurde ich verabschiedet und auch gleich für einen weiteren Termin in ihren Kalender eingetragen - zum Probearbeiten.
Meine Frage nach der Erstattung des Fahrgeldes wurde nie beantwortet. Und auf meine Absage hin, bekam ich meine Bewerbung per Post zurückgeschickt mit einem Anschreiben, dass Sie sich leider für jemand anderen entschieden hätten.
Mittwoch, Juli 13, 2011
Fashion
In den letzten Tagen habe ich mich ein wenig im Internet umgesehen und musste feststellen, dass sich meine Traffic-Statistik im Vergleich zu der anderer Blogs doch sehr unterscheidet. An Tagen, an denen ich nichts veröffentliche, schauen etwa vier Personen vorbei, was schonmal nicht schlecht ist, denn vier sind besser als null. Realistisch betrachtet jedoch werden diese vier Personen vermutlich nicht jeden Tag die selben sein, die voller Hoffnung die URL meines Blogs eingeben und auf neue Posts warten, sondern eher zufällig durch eine Google-Suche (zum Beispiel nach einer Alice-Nummer oder dem Zahlenspiel auf kariertem Papier) auf meine Seite stoßen und sie auf Grund des vielen Textes und der fehlenden Bilder ebenso schnell wieder verlassen. Erfreulicher ist die Anzahl der Besucher an Tagen, an denen ein neuer Post erscheint. An diesen geht die Traffic-Kurve immer steil nach oben, um am nächsten Tag gleich wieder abzufallen.
Bisher war ich auch gar nicht unzufrieden. Ich habe auch kein Aufmerksamkeitsproblem oder so (auch wenn ich der Meinung bin, dass meine Beiträge mehr Kommentare verdient hätten). Doch ich musste feststellen, dass andere Blogger um einiges beliebter sind als ich. Und neben den vielen Ungerechtigkeiten, mit denen ich ohnehin schon zu kämpfen habe, kommt jetzt nun auch noch diese hinzu. Modeblogger können Tausende von Followers vorweisen. Und als wäre das nicht schlimm genug, haben sie auch noch Sponsoren, die vermutlich nicht nur für Geld Werbung auf den Internetseiten schalten, sondern sicher auch Klamotten an die Blogger verschenken, damit diese sie dann präsentieren. Und um eine solche lukrative Seite zu besitzen, gehört nichts weiter dazu, als sich ein mal täglich in etwa drei verschiedenen Posen (frontal in die Kamera, im Profil und vielleicht mit einem coolen Move oder zusammen mit einem süßen Hund) im Tagesoutfit fotografieren zu lassen und ein paar tiefschürfende Gedanken über die gewagte Kombination zu formulieren, wie etwa: Wenn ich behaupte, dass meine Outfits nur mit den passenden Accessoires funktionieren, mache ich keine Witze. Dieser Schal zum Beispiel. Ich hätte nie gedacht, dass er zu meinem smaragdgrünen Kleid passt, aber...
Da es mein neu ernanntes Ziel ist, so viele Leser wie möglich zu gewinnen (man hat nunmal nicht ewig Zeit, berühmt zu werden), halte ich es für nötig, meine Strategie grundlegend zu ändern...
...ich bin dann mal shoppen.
Bisher war ich auch gar nicht unzufrieden. Ich habe auch kein Aufmerksamkeitsproblem oder so (auch wenn ich der Meinung bin, dass meine Beiträge mehr Kommentare verdient hätten). Doch ich musste feststellen, dass andere Blogger um einiges beliebter sind als ich. Und neben den vielen Ungerechtigkeiten, mit denen ich ohnehin schon zu kämpfen habe, kommt jetzt nun auch noch diese hinzu. Modeblogger können Tausende von Followers vorweisen. Und als wäre das nicht schlimm genug, haben sie auch noch Sponsoren, die vermutlich nicht nur für Geld Werbung auf den Internetseiten schalten, sondern sicher auch Klamotten an die Blogger verschenken, damit diese sie dann präsentieren. Und um eine solche lukrative Seite zu besitzen, gehört nichts weiter dazu, als sich ein mal täglich in etwa drei verschiedenen Posen (frontal in die Kamera, im Profil und vielleicht mit einem coolen Move oder zusammen mit einem süßen Hund) im Tagesoutfit fotografieren zu lassen und ein paar tiefschürfende Gedanken über die gewagte Kombination zu formulieren, wie etwa: Wenn ich behaupte, dass meine Outfits nur mit den passenden Accessoires funktionieren, mache ich keine Witze. Dieser Schal zum Beispiel. Ich hätte nie gedacht, dass er zu meinem smaragdgrünen Kleid passt, aber...
Da es mein neu ernanntes Ziel ist, so viele Leser wie möglich zu gewinnen (man hat nunmal nicht ewig Zeit, berühmt zu werden), halte ich es für nötig, meine Strategie grundlegend zu ändern...
...ich bin dann mal shoppen.
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