Mittwoch, August 31, 2011

Einsamer Poet

Auch dieses Jahr habe ich bei dem Wettbewerb der Bibliothek deutschsprachiger Gedichte teilgenommen. Wieder wird mein Gedicht in die diesjährige Sammlung aufgenommen.

Und wieder bin ich nicht in der Liste der Preisträger und gehe leer aus.
Hier mein - doch fast passender - Beitrag.

Einsamer Poet

Regale voll ungebundener Bücher
- der Freiheit wegen
Besoffen vom eigenen Intellekt

Bis hin zum Delirium.
Und dann fast erstickt an Einsamkeit.
Klaustrophobische Gedanken vernebeln das Gehirn,
eingeengt von zu viel Worten
Ein gescheiteter Versuch zu kategorisieren, zu ordnen, zu systematisieren.
Noch eine Zigarre
Oder lieber einen Whisky
Um die Gedanken zu erleichtern
Sie schweben zu lassen
Zu Intelligenz zu machen.
Oder lieber zu Geld.
Und dann fast gestolpert über die Adjektive
Verben Nomen Attribute Genitive Superlative
Die ungebundenen Bücher plötzlich voller leerer Seiten, Sätze zerbersten
Und zerstreuen Buchstaben
Bergeweise
Die Brocken vergessen zu kauen.
Bestehend aus zusammenhanglosen Worten
Und dann fast erstickt an Gedanken
Lieber noch einen Schluck Whisky
- Zum runterspülen

1 Kommentar:

lars_alexander hat gesagt…

Cool :)

Lass Dich nicht davon entmutigen, dass Du nicht unter den Preisträgern bist. In den Literaturgeschichten gibt es genügend Autoren, die keine Preise gewonnen hatten und abgelehnt wurden, bis sie nach Jahren dann mit ihrem Schaffen doch nicht übersehen werden konnten.
Schreib weiter.

Ich hatte mich dann doch nicht getraut, mitzumachen. War ja klar ;)