Mittwoch, Februar 02, 2011

Die Vögel

Am Samstag war es das vierte Mal. Die Vorzeichen häufen sich.

Es hat Jahre gebraucht um mich dazu zu bringen, den Film "Die Vögel" anzuschauen. Es ist nicht so, dass ich Vögel schlimmer finde als andere Tiere, nur möglicherweise häßlicher und vor allem: unberechenbarer. Während ich mich einfach weigern kann, einen Hamster oder ein Meerschweinchen zu streicheln, ist man den Vögeln in der Natur schutzlos ausgeliefert und gerade Tauben verstehen es, sich einen Spaß daraus zu machen (beim Schreiben überkommt mich ein heftiges Schütteln).


Seit einigen Monaten finde ich in meinem Leben immer wieder Parallelen zum Film.
Als ich mich an einem Nachmittag nichtsahnend in der Marburger Stadt aufhielt, verdunkelte sich urplötzlich der Himmel und ein Schwarm unzählbarer schwarzer Krähen taucht über meinem Kopf auf. Kreischend umkreisten sie die Hausdächer und boten mir ein unheimliches Schauspiel .
Meine Gedanken überschlugen sich.
Welche Absicht verfolgen sie?
Und vor allem: Warum fällt dieses unnatürliche Phänomen sonst niemanden auf? Rufen sie etwa meinem Namen?

Nur eine Woche später wiederholt sich die Geschichte in Gießen.
Am Samstag war es das vierte Mal.

Noch lässt sich kein Muster erkennen. Manchmal passiert es in Marburg, manchmal in Gießen. Mal bin ich alleine und manchmal mit jemanden zusammen. Auch ist mir nicht klar, ob der Himmel schon vorher grau ist oder ob die Vögel die Dunkelheit mich sich bringen.

Fest steht: Ich habe Angst.

(12. Februar 2007)

1 Kommentar:

Lisa hat gesagt…

Haha liebe Maren, ich bin gerade auf deinen Blog gestoßen und lese mich quer durch. Ich hab bis Oktober 2011 auch in Marburg studiert! Und ja mir sind die Krähen auch aufgefallen. Vor allem im Winter oder der Dämmerung hatte das immer so etwas Gespenstisches! Aber es ist auch nie jemand anderem aufgefallen außer mir.

Liebe Grüße!