Angeregt
Die Sonne knallte mir aufs Gesicht. Und auf die Arme. Die Beine, den Bauch, die Füße. Ich fühlte mich wie im Backofen. Es war unerträglich. Ich spielte mit dem Gedanken, aufzustehen und mich in die Mitte des Busses zu stellen - dort sah es schattiger aus. Eine Haltestelle halte ich noch aus, dachte ich mir. Und dann wechsel ich den Platz. Wie soll das erst im Sommer werden? Und wenn der Bus morgens dann so voll ist, muss ich stehen. Da kipp ich doch ganz bestimmt um. Mir wurde ganz schwindelig.
Als ich gerade so in Gedanken vertieft war, stieg ein junger schwer bepackter Mann ein und strahlte mich an, während er mir entgegen lief. Ich lächelte kurz zurück, starrte dann aber sofort wie gebannt aus dem Fenster und hoffte, dass er den freien Sitz neben mir übersehen würde. Aber nein, einen Augenblick später saß er schon dort, beugte sich nach vorn, um seine Gitarre besser festhalten zu können und drehte sich dann zu mir: "Ich komm gerad von einer Jugendfreizeit. Wirklich toll. Ganz hier in der Nähe. Das war sehr abwechslungsreich. Das Thema war Identität..." Mit großen Augen starrte ich ihn an. Sprach er tatsächlich mit mir? Es gab keinen Zweifel. Er meinte mich. "Ja, also am ersten Tag sollten wir ein Diagramm zeichnen von unserem Leben. Es gab eine Gerade von Null bis zu unserem Lebensjahr und dann sollten wir die Höhen und Tiefen eintrage. Ja, wir waren sechs Männer und vier Frauen und dann noch ein paar Mitarbeiter vom Jugendkreis. Genau. Und dann haben wir alle noch ein Bild von uns gemalt. Von unserer derzeitigen Gefühlslage. Und mein Bruder - mein Bruder war auch dabei - hahaha, der hat sein Bild drei Mal übermalt, weil er nie zufrieden war. Dann hat dann eine Freundin eingegriffen und ein wenig geholfen..."
Ich musste aussteigen.
Es war wirklich eine angeregte Unterhaltung.
Als ich gerade so in Gedanken vertieft war, stieg ein junger schwer bepackter Mann ein und strahlte mich an, während er mir entgegen lief. Ich lächelte kurz zurück, starrte dann aber sofort wie gebannt aus dem Fenster und hoffte, dass er den freien Sitz neben mir übersehen würde. Aber nein, einen Augenblick später saß er schon dort, beugte sich nach vorn, um seine Gitarre besser festhalten zu können und drehte sich dann zu mir: "Ich komm gerad von einer Jugendfreizeit. Wirklich toll. Ganz hier in der Nähe. Das war sehr abwechslungsreich. Das Thema war Identität..." Mit großen Augen starrte ich ihn an. Sprach er tatsächlich mit mir? Es gab keinen Zweifel. Er meinte mich. "Ja, also am ersten Tag sollten wir ein Diagramm zeichnen von unserem Leben. Es gab eine Gerade von Null bis zu unserem Lebensjahr und dann sollten wir die Höhen und Tiefen eintrage. Ja, wir waren sechs Männer und vier Frauen und dann noch ein paar Mitarbeiter vom Jugendkreis. Genau. Und dann haben wir alle noch ein Bild von uns gemalt. Von unserer derzeitigen Gefühlslage. Und mein Bruder - mein Bruder war auch dabei - hahaha, der hat sein Bild drei Mal übermalt, weil er nie zufrieden war. Dann hat dann eine Freundin eingegriffen und ein wenig geholfen..."
Ich musste aussteigen.
Es war wirklich eine angeregte Unterhaltung.

