Zwänge
Es war Samstag Abend und ich plauderte mit meiner Kollegin, bevor ich sie zum Spätdienst ablösen sollte. Es ging um Zwänge. Um dieses Thema ging es schonmal. Damals erzählte sie mir, dass ihre Mutter den Esstisch am Boden und die Dekorationsgegenstände am Tisch angeklebt hatte, damit nichts verrutschen konnte.
Diesmal redeten wir nicht über Ordnung, sondern über Kontrolle. Ein Bekannter von mir überprüft jedesmal, wenn er aus dem Haus geht, ob er auch alles dabei hat. "Schlüssel, Portmonnaie, Handy." flüstert er sich selbst zu und tastet dabei die entsprechenden Hosen- und Jackentaschen ab. Die Prozedur wiederholt sich etwa drei Mal, erst dann ist er sich wirklich sicher.
Ich selbst bin da nicht ganz so zwanghaft. Aber auch ich kontrolliere meinen Tascheninhalt, bevor ich aus dem Haus gehe. Wahrscheinlich wäre es viel einfacher, hätte ich nur eine Tasche. Da könnte mein Schlüssel drin wohnen und ich müsste ihn nur herausholen, wenn ich ihn brauche und anschließend könnte er sofort wieder zurück. Aber durch das ständige Umräumen, ist diese Kontrollmaßnahme nötig.
Schlimmer ist es, wenn ich die Bäckerei verlasse. Sobald ich durch die Tür den Laden verlasse, erscheint vor meinem geistigen Auge eine Liste, die ich gedanklich abarbeite. Geld abgegeben: Häkchen. Gärschrank ausgestellt: Häkchen. Kaffeemaschine sauber: Häkchen.
Bisher habe ich noch nie etwas vergessen. Und meinen Schlüssel hatte ich auch immer dabei. Mein Verhalten kam mir plötzlich albern vor.
Einen Tag später traf ich mich mit einer Freundin. Ich musste zur nächsten Bushaltestelle laufen und war spät dran. Hektisch griff ich nach meiner Tasche, warf mir den Schal um und öffnete die Tür. Hatte ich den Schlüssel dabei? Ich hatte keine Zeit mehr, um nachzusehen. An das Gespräch am Vortag erinnert zog ich die Tür hinter mir zu. Draußen sah ich den Bus an mir vorbei fahren und rannte hinterher. Tatsächlich erreichte ich ihn früh genug und der Schlüssel war vergessen.
Bis ich nach einigen Stunden vor verschlossener Tür stand und meine Mitbewohnerinnen nicht zu Hause waren...
Diesmal redeten wir nicht über Ordnung, sondern über Kontrolle. Ein Bekannter von mir überprüft jedesmal, wenn er aus dem Haus geht, ob er auch alles dabei hat. "Schlüssel, Portmonnaie, Handy." flüstert er sich selbst zu und tastet dabei die entsprechenden Hosen- und Jackentaschen ab. Die Prozedur wiederholt sich etwa drei Mal, erst dann ist er sich wirklich sicher.
Ich selbst bin da nicht ganz so zwanghaft. Aber auch ich kontrolliere meinen Tascheninhalt, bevor ich aus dem Haus gehe. Wahrscheinlich wäre es viel einfacher, hätte ich nur eine Tasche. Da könnte mein Schlüssel drin wohnen und ich müsste ihn nur herausholen, wenn ich ihn brauche und anschließend könnte er sofort wieder zurück. Aber durch das ständige Umräumen, ist diese Kontrollmaßnahme nötig.
Schlimmer ist es, wenn ich die Bäckerei verlasse. Sobald ich durch die Tür den Laden verlasse, erscheint vor meinem geistigen Auge eine Liste, die ich gedanklich abarbeite. Geld abgegeben: Häkchen. Gärschrank ausgestellt: Häkchen. Kaffeemaschine sauber: Häkchen.
Bisher habe ich noch nie etwas vergessen. Und meinen Schlüssel hatte ich auch immer dabei. Mein Verhalten kam mir plötzlich albern vor.
Einen Tag später traf ich mich mit einer Freundin. Ich musste zur nächsten Bushaltestelle laufen und war spät dran. Hektisch griff ich nach meiner Tasche, warf mir den Schal um und öffnete die Tür. Hatte ich den Schlüssel dabei? Ich hatte keine Zeit mehr, um nachzusehen. An das Gespräch am Vortag erinnert zog ich die Tür hinter mir zu. Draußen sah ich den Bus an mir vorbei fahren und rannte hinterher. Tatsächlich erreichte ich ihn früh genug und der Schlüssel war vergessen.
Bis ich nach einigen Stunden vor verschlossener Tür stand und meine Mitbewohnerinnen nicht zu Hause waren...


3 Comments:
Ich hab einmal nachts vergessen die Wohnungstür zuzuziehen. Danach hab ich für eine ganze Weile immer noch vor dem Einschlafen einmal geguckt ob sie auch wirklich zu ist.
Jedesmal wenn ich jemanden umbringe, schieße ich auch nochmal in die Leiche...
Das finde ich lächerlich!
Den Kommentar raff ich nicht.
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