Geschwindigkeit
In der Schule hieß es immer: "Sprich langsamer!" Bei Referaten, beim Vorlesen, bei gewöhnlichen Beiträgen, immer wurde ich unterbrochen und musste mein Sprechtempo halbieren. Das gelang mir für ungefähr fünf Wörter und schon verfiel ich wieder in meine alte Sprechgewohnheit.
Seit Jahren gebe ich mir Mühe, langsamer zu reden. Und trotzdem werde ich immer noch regelmäßig darauf aufmerksam gemacht, dass es schwierig wäre, mir zu folgen.
Heute morgen schaute ich dann "Menschen bei Maischberger". Es sollte um die Gefahr durch Scientology gehen und da ich die Diskussionsrunden mit dieser Moderatorin gerne sehe, machte ich es mir auf dem Sofa bequem und freute mich, dass ich rechtzeitig eingeschaltet hatte.
Doch schon bald ließ meine Begeisterung nach. Schon innerhalb der ersten Minuten nahm das Gesprächsniveau so sehr ab, dass jeder einzelne ohne Rüchsicht auf Höflichkeiten versuchte, das Wort zu bekommen. Ein Gast verbat Jürgen Fliege sogar den Mund (zwar nur für zwei Minuten, wie der Gast betonte, doch das beleidigte Gesicht des Pfarrers war wohl das amüsanteste, was während dieser Diskussionsstunde passierte).
Immer wieder unterbrachen sich die Gäste gegenseitig, zickten sich richtig an und hatten auch keine Scham, die Moderatorin zu ignorieren.
Aber hatte jemand sich erstmal das Recht zu reden erkämpft, nahm die Ansprache kein Ende mehr. Dazu waren die eingeladenen Menschen keine guten Redner. Sie sprachen im Schneckentempo und völlig ohne Betonung. Manche Minuten gingen an mir vorbei, ohne dass ich auch nur einen Satz vollständig wahrnahm, weil ich während der Pausen zwischen den Wörtern schon längst an etwas anderes denken konnte.
Ich persönlich plädiere für eine höhere Sprechgeschwindigkeit. Packt man mehr Worte in eine Minute, lässt sich mehr sagen. Die Leute müssen weniger warten, langweilen sich demnach weniger und die Sendezeit wäre effektiver genutzt.
Damit wäre das Thema "Gesprächsniveau" sicherlich noch nicht ganz durchgestanden, aber vielleicht wäre es ein kleiner Schritt für ein besseren Fernsehen...
Seit Jahren gebe ich mir Mühe, langsamer zu reden. Und trotzdem werde ich immer noch regelmäßig darauf aufmerksam gemacht, dass es schwierig wäre, mir zu folgen.
Heute morgen schaute ich dann "Menschen bei Maischberger". Es sollte um die Gefahr durch Scientology gehen und da ich die Diskussionsrunden mit dieser Moderatorin gerne sehe, machte ich es mir auf dem Sofa bequem und freute mich, dass ich rechtzeitig eingeschaltet hatte.
Doch schon bald ließ meine Begeisterung nach. Schon innerhalb der ersten Minuten nahm das Gesprächsniveau so sehr ab, dass jeder einzelne ohne Rüchsicht auf Höflichkeiten versuchte, das Wort zu bekommen. Ein Gast verbat Jürgen Fliege sogar den Mund (zwar nur für zwei Minuten, wie der Gast betonte, doch das beleidigte Gesicht des Pfarrers war wohl das amüsanteste, was während dieser Diskussionsstunde passierte).
Immer wieder unterbrachen sich die Gäste gegenseitig, zickten sich richtig an und hatten auch keine Scham, die Moderatorin zu ignorieren.
Aber hatte jemand sich erstmal das Recht zu reden erkämpft, nahm die Ansprache kein Ende mehr. Dazu waren die eingeladenen Menschen keine guten Redner. Sie sprachen im Schneckentempo und völlig ohne Betonung. Manche Minuten gingen an mir vorbei, ohne dass ich auch nur einen Satz vollständig wahrnahm, weil ich während der Pausen zwischen den Wörtern schon längst an etwas anderes denken konnte.
Ich persönlich plädiere für eine höhere Sprechgeschwindigkeit. Packt man mehr Worte in eine Minute, lässt sich mehr sagen. Die Leute müssen weniger warten, langweilen sich demnach weniger und die Sendezeit wäre effektiver genutzt.
Damit wäre das Thema "Gesprächsniveau" sicherlich noch nicht ganz durchgestanden, aber vielleicht wäre es ein kleiner Schritt für ein besseren Fernsehen...

