Niesen
Am Samstag waren wir auf dem Niesen. Wir, das sind Elli, ihr Bruder, ihre Mutter und ich.
Anfangs hatte ich ernsthafte Zweifel daran, dass es in der Schweiz überhaupt Berge gibt. Angeblich konnte ich sie sogar aus meinem Gästezimmer aus sehen, aber wenn ich rausschaute, sah ich nur ein paar Häuser und im Hintergrund einige grüne Hügel, die ich in ähnlicher Form auch schon in Deutschland gesehen hatte. Und darauf standen ein paar Kühe, die zwar grosse Glocken um den Hals hatten, aber nicht einmal lila waren.
Zuerst war ich enttäuscht.
Doch dann kam mir eine Idee: Was, wenn die Schweiz tatsächlich keine Berge hatte?
Vielleicht war das nur suptile Manipulation durch die Medien. Wenn ich darüber nachdachte, kannte ich die Schweizer Berge aus der Trickfilmserie über Heidi. Und das waren Mangas. Wie glaubwürdig könnte das schon sein.
Ich war begeistert von meiner Theorie. Insgeheim malte ich mir aus, was ich von dem Geld, das ich dafür bekommen würde, wenn ich sie verkaufte, alles machen könnte. Zuerst hätte ich die Herrschaft über das Wetter von Ronnys Vermieterin abgekauft. Oder ich hätte mich vorerst mit einer Reise in die Sonne zufrieden gegeben. Auf jeden Fall wäre ich aus der Schweiz abgereist. Vielleicht hatte Michael Moore sogar Interesse. Seine Reportagen sind zwar nicht gut, aber dafür um so unterhaltsamer. Wobei ich zugeben muss, dass das Thema die USA nicht sonderlich betrifft, aber vielleicht tut es den Amerikanern auch mal gut, wenn sie sich mit Skandalen aus anderen Kontinenten auseinandersetzen dürfen.
Aber genug mit den überlegungen (in Wirklichkeit gingen sie noch viel weiter), denn am Samstag musste ich feststellen, dass ich meine Zeit verschwendet hatte.
Wir fuhren zum Niesen.
Von Elli erfuhr ich, dass zum Berg neben einer Standseilbahn auch eine Treppe hoch führte. Mein Sportlerherz klopfte ganz aufgeregt.
Die Treppe steht sogar im Guinnes Buch der Rekorde. 11864 Treppenstufen. Das war doch mal eine Herausforderung. Als leidenschaftliche Allroundsportlerin hatte ich mich selbstverständlich perfekt für solch eine Aktion ausgerüstet, hatte meine Laufschuhe angezogen und ein guten Frühstück gegessen. Ich war bereit bei dreissig Grad brennender Sonne loszugehen.
Die Nacht vorher konnte ich kaum schlafen, so sehr freute ich mich.
Doch was musste ich lesen, als wir ankamen:
"Das Betreten ist aus Sicherheitsgründen nicht erlaubt."
Was für eine Enttäuschung das gewesen ist.
In dem Moment, in dem ich das schreibe, bin ich so traurig darüber, dass mir sogar ein kleiner Seufzer entweicht.
Also fuhren wir mit der Seilbahn hoch, was übrigens ganz angenehm war und vermutluch auch etwas schneller ging.
Aber ich habe mich schon informiert. Ein Mal im Jahr wird die Treppe für einen Marathonlauf geöffnet und ich werde dabei sein!
In einer Woche gibt es Fotos von der Aussicht!
Anfangs hatte ich ernsthafte Zweifel daran, dass es in der Schweiz überhaupt Berge gibt. Angeblich konnte ich sie sogar aus meinem Gästezimmer aus sehen, aber wenn ich rausschaute, sah ich nur ein paar Häuser und im Hintergrund einige grüne Hügel, die ich in ähnlicher Form auch schon in Deutschland gesehen hatte. Und darauf standen ein paar Kühe, die zwar grosse Glocken um den Hals hatten, aber nicht einmal lila waren.
Zuerst war ich enttäuscht.
Doch dann kam mir eine Idee: Was, wenn die Schweiz tatsächlich keine Berge hatte?
Vielleicht war das nur suptile Manipulation durch die Medien. Wenn ich darüber nachdachte, kannte ich die Schweizer Berge aus der Trickfilmserie über Heidi. Und das waren Mangas. Wie glaubwürdig könnte das schon sein.
Ich war begeistert von meiner Theorie. Insgeheim malte ich mir aus, was ich von dem Geld, das ich dafür bekommen würde, wenn ich sie verkaufte, alles machen könnte. Zuerst hätte ich die Herrschaft über das Wetter von Ronnys Vermieterin abgekauft. Oder ich hätte mich vorerst mit einer Reise in die Sonne zufrieden gegeben. Auf jeden Fall wäre ich aus der Schweiz abgereist. Vielleicht hatte Michael Moore sogar Interesse. Seine Reportagen sind zwar nicht gut, aber dafür um so unterhaltsamer. Wobei ich zugeben muss, dass das Thema die USA nicht sonderlich betrifft, aber vielleicht tut es den Amerikanern auch mal gut, wenn sie sich mit Skandalen aus anderen Kontinenten auseinandersetzen dürfen.
Aber genug mit den überlegungen (in Wirklichkeit gingen sie noch viel weiter), denn am Samstag musste ich feststellen, dass ich meine Zeit verschwendet hatte.
Wir fuhren zum Niesen.
Von Elli erfuhr ich, dass zum Berg neben einer Standseilbahn auch eine Treppe hoch führte. Mein Sportlerherz klopfte ganz aufgeregt.
Die Treppe steht sogar im Guinnes Buch der Rekorde. 11864 Treppenstufen. Das war doch mal eine Herausforderung. Als leidenschaftliche Allroundsportlerin hatte ich mich selbstverständlich perfekt für solch eine Aktion ausgerüstet, hatte meine Laufschuhe angezogen und ein guten Frühstück gegessen. Ich war bereit bei dreissig Grad brennender Sonne loszugehen.
Die Nacht vorher konnte ich kaum schlafen, so sehr freute ich mich.
Doch was musste ich lesen, als wir ankamen:
"Das Betreten ist aus Sicherheitsgründen nicht erlaubt."
Was für eine Enttäuschung das gewesen ist.
In dem Moment, in dem ich das schreibe, bin ich so traurig darüber, dass mir sogar ein kleiner Seufzer entweicht.
Also fuhren wir mit der Seilbahn hoch, was übrigens ganz angenehm war und vermutluch auch etwas schneller ging.
Aber ich habe mich schon informiert. Ein Mal im Jahr wird die Treppe für einen Marathonlauf geöffnet und ich werde dabei sein!
In einer Woche gibt es Fotos von der Aussicht!

