Mord im Bibelseminar
(Da mir einfach nichts mehr einfällt, werde ich Alex Vorschlag umsetzen und einen super Krimi verfassen - höhö)
Kapitel 1
Es hatte uns alle erschüttert. Die Zeitungen berichteten, das Fernsehen informierte und vor unseren Türen versammelten sich Fotographen und Journalisten, die ganz scharf auf eine gewinnbringende Story waren.
Und wenn ich die Geschichte aus der heutigen Distanz betrachte, kann ich den Wirbel verstehen.
Welches Magazin hätte sich so eine Geschichte entgehen lassen wollen?
Das Rätselhafte, das diese Begebenheit mit sich brachte, fesselte das ganze Land.
„Mord im Bibelseminar“ – was für eine Schlagzeile!
Doch wie war es für uns? Wir, die wir alles hautnah miterleben mussten? Die wir keine ruhige Minute mehr hatten? Die den Schmerz ertragen und das Leid spüren mussten? Kein Moment verging, in dem unsere Herzen nicht wie wild pochten aus Angst, dass wir die nächsten sein könnten.
Niemand könnte uns nachempfinden, wie wir uns fühlten, welche Ängste uns befielen, wenn wir alleine in unserem Zimmern waren, wenn wir abends über das stockdustere Gelände liefen. Welche Angst uns der sternenlose Himmel machte. Wie unsere Hände Tag und Nacht zitterten.
Unsere Blicke tasteten jede Wand nach bedrohlichen Schatten ab und insgeheim verdächtigten wir jeden, der sich in unsere Nähe wagte.
Der Herbst hatte gerade angebrochen als es passierte. Die Stadt war seit Tagen in totes Laub gebettet und die Sonne tauchte alles in das warme Rot der ungemütlichen Jahreszeit.
Wir genossen das Wetter. Lauwarm wehte der Wind und die meisten von uns waren erleichtert über den langsam näher kommenden Temperaturwechsel.
Wir gehörten zur ersten Klasse und waren gerade mal drei Wochen am Bibelseminar. Noch hatten wir uns nicht eingelebt, vieles war noch neu und wenige hatten sich schon in das neue Leben eingefunden.
Um so unfassbarer war das schreckliche Fall für uns und es gab einige unter uns, die die Schule bald darauf verließen.
Ich selber habe noch nie eine Leiche gesehen. Die Bilder, die ich davon hatte, kannte ich aus dem Fernsehen und ich hatte ziemliche Angst vor Toten.
Ehrlich gesagt stellte ich mir Leichen angsteinflößend und ekelig vor. Sollte ich jemals eine sehen, so dachte ich, würde dieser Anblick mich in meinen Träumen heimsuchen und mich nicht mehr in Ruhe lassen.
Bis es dann so weit war.
Ich war es, die die Leiche fand.
Doch der leblose Körper konnten in mir wieder Ekel noch Furcht erwecken. Völlig emotionslos versuchte ich den Fund einzuordnen, meine Gedanken zu sortieren.
Bei der Leiche handelte es sich um unseren damaligen Direktor. Ich entdeckte sie als ich gerade ein Buch aus der Bibliothek leihen wollte. Eine große Blutlache am Ende des Ganges machte mich aufmerksam und so kam eines zum anderen.
Kurz darauf wimmelte das Gebäude von Polizisten, draußen hatten sich Schülere, Lehrer und Journalisten eingefunden und jeder löcherte mich mit Fragen.
Das ganze Bibelseminar befand sich in Panik. Hysterie machte sich breit. Überall weinte und schluchzte jemand. Niemand wusste, was er tun sollte.
Meine Emotionslosigkeit zu diesem Zeitpunkt versuchte mein Psychater mit der Schocksituation zu erklären. Doch ich bezweifel, dass es damit zusammenhing.
Kapitel 1
Es hatte uns alle erschüttert. Die Zeitungen berichteten, das Fernsehen informierte und vor unseren Türen versammelten sich Fotographen und Journalisten, die ganz scharf auf eine gewinnbringende Story waren.
Und wenn ich die Geschichte aus der heutigen Distanz betrachte, kann ich den Wirbel verstehen.
Welches Magazin hätte sich so eine Geschichte entgehen lassen wollen?
Das Rätselhafte, das diese Begebenheit mit sich brachte, fesselte das ganze Land.
„Mord im Bibelseminar“ – was für eine Schlagzeile!
Doch wie war es für uns? Wir, die wir alles hautnah miterleben mussten? Die wir keine ruhige Minute mehr hatten? Die den Schmerz ertragen und das Leid spüren mussten? Kein Moment verging, in dem unsere Herzen nicht wie wild pochten aus Angst, dass wir die nächsten sein könnten.
Niemand könnte uns nachempfinden, wie wir uns fühlten, welche Ängste uns befielen, wenn wir alleine in unserem Zimmern waren, wenn wir abends über das stockdustere Gelände liefen. Welche Angst uns der sternenlose Himmel machte. Wie unsere Hände Tag und Nacht zitterten.
Unsere Blicke tasteten jede Wand nach bedrohlichen Schatten ab und insgeheim verdächtigten wir jeden, der sich in unsere Nähe wagte.
Der Herbst hatte gerade angebrochen als es passierte. Die Stadt war seit Tagen in totes Laub gebettet und die Sonne tauchte alles in das warme Rot der ungemütlichen Jahreszeit.
Wir genossen das Wetter. Lauwarm wehte der Wind und die meisten von uns waren erleichtert über den langsam näher kommenden Temperaturwechsel.
Wir gehörten zur ersten Klasse und waren gerade mal drei Wochen am Bibelseminar. Noch hatten wir uns nicht eingelebt, vieles war noch neu und wenige hatten sich schon in das neue Leben eingefunden.
Um so unfassbarer war das schreckliche Fall für uns und es gab einige unter uns, die die Schule bald darauf verließen.
Ich selber habe noch nie eine Leiche gesehen. Die Bilder, die ich davon hatte, kannte ich aus dem Fernsehen und ich hatte ziemliche Angst vor Toten.
Ehrlich gesagt stellte ich mir Leichen angsteinflößend und ekelig vor. Sollte ich jemals eine sehen, so dachte ich, würde dieser Anblick mich in meinen Träumen heimsuchen und mich nicht mehr in Ruhe lassen.
Bis es dann so weit war.
Ich war es, die die Leiche fand.
Doch der leblose Körper konnten in mir wieder Ekel noch Furcht erwecken. Völlig emotionslos versuchte ich den Fund einzuordnen, meine Gedanken zu sortieren.
Bei der Leiche handelte es sich um unseren damaligen Direktor. Ich entdeckte sie als ich gerade ein Buch aus der Bibliothek leihen wollte. Eine große Blutlache am Ende des Ganges machte mich aufmerksam und so kam eines zum anderen.
Kurz darauf wimmelte das Gebäude von Polizisten, draußen hatten sich Schülere, Lehrer und Journalisten eingefunden und jeder löcherte mich mit Fragen.
Das ganze Bibelseminar befand sich in Panik. Hysterie machte sich breit. Überall weinte und schluchzte jemand. Niemand wusste, was er tun sollte.
Meine Emotionslosigkeit zu diesem Zeitpunkt versuchte mein Psychater mit der Schocksituation zu erklären. Doch ich bezweifel, dass es damit zusammenhing.

