Friday, February 24, 2006

Vitaminmangel

Seltsamer Dinge geschehen. Teil II.

Am Dienstag hatte ich das - zugegebenermaßen - unerklärliche und plötzliche Verlangen, Vitamine zu mir zu nehmen und weil ich ohnehin auf dem Weg war, habe ich noch einen kleinen Abstecher beim Plus gemacht.

Nach langem Überlegen, ob wohl Bananen oder Äpfel gesünder sind, habe ich mich für beides entschieden, zwei Bananen in die Hand genommen und zwei Äpfel in eine Tüte gepackt.
Dann ging's weiter zum Brot. Wieder gab's Entscheidungsschwierigkeiten. Ob eine Tüte Brötchen vielleicht besser wären? Schließlich verschimmelt Brot bei mir immer so schnell, weil ich es so selten und ungern esse. Brötchen schmecken besser. Und es sind nur drei in einer Tüte. Die würde ich wahrscheinlich schon eher aufkriegen.
Mitten in diese Überlegungen hinein fiel mir eine Tomate runter. Typisch dachte ich mir. Musste ja passieren.
Ich beobachtete wie sie durch den halben Gang kullerte, hob sie dann auf, nahm sie wieder in die Hand und wollte mich gerade wieder dem Brot zuwenden, als ich mich anfing zu wundern. Warum fällt mir eigentlich eine Tomate runter? Ich wollte doch gar keine kaufen.
Bei den Blick auf meine Hände fiel mir auf, dass ich nicht nur eine Tomate, sondern gleich einen ganzen Strauch mitgenommen hatte.
Aber wann?
Ich konnte mich gut an die Bananen erinnern. Auch das Einpacken der Äpfel war noch im Kurzzeitgedächtnis abgespeichert.
Aber wo kamen die Tomaten her?



Wednesday, February 15, 2006

Anruf

Am Freitag um 19 Uhr erhielt ich einen Anruf:

"Guten Tag, der Axel-Springer-Verlag hier, spreche ich mit Maren Dittmann?"
"Ja"
"Sehr schön. Vor einem Jahr haben Sie an einer Umfrage teilgenommen. Es ging um ein Auto. Erinnern Sie sich?"
"Nein."
"Ja, es ist schon lange her."
"Ja."
"Wir möchten uns bei Ihnen bedanken, weil sie mitgemacht haben. Lesen Sie Zeitschriften?"
"Ja, manchmal"
"Sehr schön. Und zwar möchten wir Ihnen zwei Monate lang eine Zeitschrift schenken. Natürlich Ihrer Wahl. Die folgenden sechs Monate bekommen Sie die Zeitschrift dann für den halben Ladenpreis. Ohne Abo. Sie müssen nichts kündigen."
"Danke. Aber da habe ich kein Interesse dran. Mit so was hat man nur Ärger."
"Gut, das war auch nur als Dankeschön gemeint. Schönen Abend noch."
"Tschüss."


Monat Mittag (ich musste gerade ganz dringend aufs Klo), das Telefon klingelt.

"Schönen guten Tag. Der Axel-Springer-Verlag hier. Spreche ich mit Herrn M. Dittmann?"
"Nein. Mit Frau M. Dittmann."
"Marion?"
"Maren."
"Sehr schön. Sie haben vor einigen Monaten bei einer Umfrage mitgemacht. Erinnern Sie sich."
"Nein."
"Ja, ist schon länger her."
"Ja. Und Sie haben mich letzte Woche erst angerufen."
"Sicher?"
"Ja."
"War das wirklich der Axel-Springer-Verlag?"
"Ja."
"Das kann nicht sein."
"Doch. Es ging um irgendeine Zeitschrift, die ich geschenkt bekomme und dann doch halb selber zahlen soll oder so."
"Darum geht's jetzt aber nicht. Sind Sie sicher, dass das der Axel-Springer-Verlag war?"
"Ja."
"Gut. Jetzt geht es aber darum, dass wir uns bei Ihnen bedanken wollen. Lesen Sie Zeitschriften?"
"Nein. Zur Zeit nicht."
"Wir möchten ihnen zwei Monate lang eine Zeitschrift Ihrer Wahl schenken. Sechs Monate bekommen Sie sie dann zum halben Ladenpreis. Das ist kein Abo. Sie müssen sie nicht kündigen. Damit wollen wir danke sagen."
"Danke, ich lese keine Zeitschriften."
"Gut, wir wollten damit auch nur danke sagen."
"Ja. Bitte."
"Dann wünsche ich Ihnen noch einen schönen Tag."
"Danke. Tschüss."

Bus

Ort: Wülfrather Bushaltestelle
Personen: Alter Mann, lupenähnliche Brille, Hut, Mantel, Bärenticket um den Hals
Junge Frau mit Kind im Kinderwagen

Mann: Können Sie mir mal helfen, ja? Wann kommt die 746? Ich kann das nicht lesen.
(Frau steht auf und geht zum Fahrplan)
Frau: Um 11 Uhr 28. Richtung Christuskirche.
(Frau setzt sich wieder hin und zündet sich eine Zigarette an)
Mann: Rauchen ist schädlich. Das wissen Sie doch, oder? Da kriegt man Brustkrebs von. Vor allem die Frauen. Die Männer kriegens ja eher inne Beine, ne. Aber die Frauen inna Brust.
Frau: Ja, das stimmt. Aber leider ist es ja 'ne Sucht. Da kommt man nicht so schnell von weg...
Mann: Tausende Frauen sterben jedes Jahr an Brustkrebs. Immer wegen dem Rauchen. Männer kriegens ja immer inne Beine...

Schweigen

Mann: Ach, ist das schon der Bus?
Frau: Nein.
Mann: Ja, der Bus kommt nie zu früh.
Frau: Ja.
Mann: Meistens 3 Minuten zu spät.
Frau: Stimmt.
Mann: Ja, zwei bis drei Minuten zu spät oder aber pünktlich.
Frau: Ja, da haben Sie recht.
Mann: Zu spät oder manchmal pünktlich. Aber nie zu früh.
Frau: Ja, das ist mir auch schon aufgefallen.

11:26 Uhr: der Bus kommt.