Donnerstag, Mai 23, 2013

Foto Frage Freitag Top-Thema

Schon wieder ist Freitag und auch dieses Mal mache ich gerne beim Frage Foto Freitag von Steffi mit.

Die heutigen Fragen sind: 

1) Top-Team
2) Top-Wahl
3) Top-Outift
4) Top-Deko
5) Top-Film

Und alle teilnehmenden Blogs findet Ihr hier.
    



1. Top-Team

Scheinbar: Pflanzen + Wasser



2. Top-Wahl

Der Kauf dieses Buchs. Es ist eins der besten, die ich seit Langem gelesen habe. 
Ein Buch, das sich - mit dem aus "Schiffbruch mit Tiger" bekannten Stil des Autors und einer überraschenden Handlung - mit den Greueltaten des Zweiten Weltkriegs und der Sprachlosigkeit nach dem "Schrecken" beschäftigt. Mit einem Ende, das die Distanz zwischen Leser und Geschichte mit einem Mal aufhebt und dem Leser die Abgründe der Menschheit schonungslos vor Augen führt.


3. Top-Outfit

Wäre ganz sicher ein sommerlicher Rock und Sandalen. Doch das Wetter lässt nur Stiefel, Wintermantel, Schal und Mütze zu ...


4. Top-Deko 

Ein Fotoalbum vom Urlaub, das nun an Hosenträgern befestigt an der Wand hängt.





5. Top-Film


Montag, Mai 20, 2013

Warum der Eurovison Song Contest ...

... mein persönliches Fernseh-Highlight des Jahres ist.

Nummer 1: Der Entertainment-Faktor
Der Song Contest ist eine gut gelungene Mischung aus Kitsch, Entertainment, guter und schlechter Musik und jeder Form von Kuriositäten. Er bietet die perfekte Bühne für skurrile Gestalten, exzentrische Auftritte und extravagante Kostüme. Es sind die wunderbaren Auftritte wie der der finnischen Band Lordi, die es im Jahr 2006 geschafft hat, mit Monster-Kostümen und einem Hard-Rock-Song, unterlegt mit einem melodischen Schlager-Rhythmus, sogar die kitsch-besessensten Zuschauer zu begeistern, die mir für immer in Erinnerung bleiben werden. Und auch dieses Jahr fühlte ich mich prächtig unterhalten. Kaum war der rumänische Opernsänger Cezar auf der Bühne und schmetterte "It's my life" mit seiner surreal klingenden Kopfstimme in sein Mikro, wusste ich: Das ist er. Der Moment, in dem man sich völlig ratlos zwischen Faszination, Schrecken und Lachen befindet. Und schon trudelten die ersten WhatsApp Nachrichten Gleichgesinnter ein. Scheinbar verarbeiteten auch andere ihre Eindrücke: "Ist das Captain Cook? Und die tanzenden Elfen aus Nimmerland?" oder "Hast du gerade den rumänischen Graf Zahl gesehen? - Da sind meine Urängste wieder erwacht."

Nummer 2: Die Bühnenshows
Auch wenn die Musik im Vordergrund stehen sollte, sind es doch die Äußerlichkeiten - wie die Kleider, Frisuren und Bühnenshows - denen ich meine volle Aufmerksamkeit schenke. Denn ganz ehrlich: Wer kann schon eine schwebende Moldauer Sängerin mit einem unendlich langen, mit Lichtern bemalten, Kleid toppen? Vielleicht ein 2,42 m großer Riese, der die kroatische Sängerin (deren Lied mir trotz des dritten Platzes einfach nicht mehr einfallen will) auf die Bühne trägt?
Für mich waren es ganz klar die belgischen Tänzerinnen - allerdings hier nur stellvertretend für die Choreographen dieser beeindruckenden Performance. Das Wackeln der Köpfe erinnerte mich an den eleganten Gang von Tauben und die ruckartigen Bewegungen hatten etwas von Pinguinen. Eine durch und durch gelungene Darbietung.
http://www.eurovision.de/teilnehmer/robertobellarosa103.html

Nummer 3: Der Moderator
Doch der wahre Grund dafür, dass ich den Song Contest Jahr für Jahr gerne gucke, ist der Moderator Peter Urban. Vermutlich werde ich nie wissen, ob er etwas für die Veranstaltung übrig hat oder sie tief im Herzen verabscheut. Mit leiser (und manchmal doch auch recht lauter) Ironie kommentiert er die Show nun schon seit 1997 und hoffentlich auch noch einige weitere Jahre.
Ich würde mir wünschen, dass Urban mein Leben begleitet und im Hintergrund kommentiert. Mit seiner sonoren Stimme und dem spöttischen Unterton, der alle seine Bemerkungen zu begleiten scheint, würden selbst die banalsten Ereignisse Farbe bekommen und die unangenehmen Situationen erträglich werden. 

Nach dem Song Contest ist vor dem Song Contest. Ich freue mich aufs nächste Jahr.

Donnerstag, Mai 16, 2013

Frage-Foto-Freitag A-E

Heute mache ich endlich wieder beim Frage-Foto-Freitag von Steffi mit - diesmal mit folgenden Fragen:

1) A wie aufregend?
2) B wie besonders schön?
3) C wie chaotisch?
4) D wie deine große Liebe?
5) E wie eine einfache Idee?


Eine Liste mit allen Teilnehmern gibt's hier.



1. A wie aufregend

Der Reiseleiter, der uns den Schnorchelausflug zum Dolphin House aufgequatscht hatte, sagte irrtümlicherweise zwar etwas von "Da können Sie mit Delfinen spielen", aber es reichte mir schon völlig aus, mit diesen wunderschönen Tieren zu schwimmen.


2. B wie besonders schön

In El Gouna laufen überall Katzen herum. Morgens streunern sie durch die Hotelanalagen und sind auf der Suche nach übriggebliebener Wurst oder Eiern, und nachmittags legen sie sich unter die schattenspendenden Liegen und schlafen. 
Wenn Gäste den Frühstückstisch verlassen, springen sie sofort auf die Stühle, um sich an den Resten zu bedienen.
Weder wir noch die Hotelmitarbeiter störten sich an den Tieren. 

Während unseres Urlaubs lag über einem der draußen stehenden Tische eine große rote Decke. Wir hatten ihr nie weiter Beachtung geschenkt bis einer der Angestellten uns zeigte, was darunter war: Drei kleine Baby-Kätzchen.
H. ist schuld, dass ich keine mitgebracht habe.



3. C wie chaotisch

Autofahren in Ägypten. Die Autos fahren grundsätzlich zwischen zwei Spuren; möchte einer überholen, drückt er auf die Hupe, blinkt in beide Richtung und benutzt die Lichthupe.
Ganz nach dem Motto: "Funktioniert Deine Hupe nicht mehr, ist dein Auto kaputt."



4. D wie deine große Liebe

(Achtung: Kitsch-Spoiler!)
Das Meer


5) E wie eine einfache Idee

Eine einfache Idee hätte ich gebraucht, um diese Krabbe aus ihrem Haus zu locken.
Als H. mir die schöne Muschel aus dem Meer mitbrachte, dachte ich, sie wäre mein. Doch da hatte ich mich geirrt. Kaum hatte ich sie auf den Boden gelegt, lugten zwei Augen hervor und jemand streckte seine krustigen Beine heraus. Der Muschelbewohner wollte Reißaus nehmen - doch nicht ohne sein Haus. Dieses zog er, mit den Hinterbeinen in der Muschel, hinter sich her.
Wir dachten, wir haben schon eine Idee, wie wir die Krabbe loswerden. Und wir hatten viele Ideen. Doch leider blieben alle erfolglos.
Am Ende wurde die Krabbe - gemeinsam mit ihrer Muschel - zurück ins Meer getragen.

 

Sonntag, Mai 12, 2013

El Gouna - Rotes Meer

Es liegen nun elf Tage hinter mir, in denen ich die warme Sonne El Gounas genossen habe, im Roten Meer schwimmen war und beim Schnorcheln die Unterwasserwelt Ägyptens erkundet habe. Hier gibt es schonmal die ersten Eindrücke. Weitere Bilder und Berichte folgen in der nächsten Zeit. Jetzt muss ich mich erstmal an die grauen Regenwolken und die kühlen Temperaturen in Aachen gewöhnen ...


  







 












Sonntag, April 28, 2013

Kleine Pause

Eine kurze Blogpause ... - bis bald :-)



Donnerstag, April 25, 2013

Frage-Foto-Freitag

Eine tolle Fotoserie und diese Woche bin das erste Mal auch dabei! Steffi von der wunderbaren Seite www.ohhhmhhh.de stellt jede Woche fünf Fragen, auf die sie mit Fotos antwortet. Ich verfolge die Aktion schon seit Langem und da jeder mitmachen kann, habe ich mich nun angeschlossen.

Heute gibt's also meine ersten Freitags-Frage-Fotos. Vielleicht hat ja noch jemand Lust, mitzumachen?






1. Woran hattest du diese Woche Spaß?

Wir sind diese Woche mit der Seite www.WasLiestDu.de online gegangen. Und bei Facebook sind wir auch zu finden! Die Seite sieht ganz toll aus und ich freue mich, dass es nun losgeht!

 
 
 2. Was geht am Wochenende?

Pünktlich zum Temperaturabsturz kehre ich Deutschland zwei Wochen lang den Rücken und fliege in den warmen Süden. Also wird gepackt ...



 3. Der Hit?

Ich habe haufenweise Bücher in meinem Regal, die ich alle "irgendwann" mal lesen möchte. In den nächsten zwei Wochen wird sicher das ein oder andere dran glauben müssen. Besonders freue ich mich auf Herman Koch. "Angerichtet" war eins der besten Bücher, die ich im letzten Jahr gelesen habe.



4. In Planung?

Dieses Jahr möchte ich die frisch gesäten Blumen auf dem Balkon nicht schon im Frühjahr sterben lassen ... Sie sollten wenigsten so weit wachsen, dass man die Sorte erahnen kann (denn ehrlich gesagt, weiß ich gar nicht so genau, was ich da anpflanze ...).



5. Und sonst so?

Wegen einer lang geplanten und mit viel Vorfreude herbeigesehnten "Nähwoche" mit S., in der wir bis tief in die Nächte an unseren Maschinen saßen, überfordert von zu vielen Projekten und völlig genervt von schiefen Nähten, falsch abgemessenen Stoffen und zu lockerem Unter- oder Oberfäden, habe ich meine Nähmaschine beinahe ein Jahr lang nicht mehr angerührt. Es war die Woche der nervenzerreissenden Ungeschicktheiten und gegenseitigen Beschwichtigungen - eine Woche, die uns beide in keiner guten Erinnerung geblieben ist  ...
Während sie ihre Nähmaschine "für immer verliehen" hat, habe ich meine gestern wieder ausgepackt und mir einen Jeansrock genäht. Mal sehen, wann sie das nächste Mal zum Einsatz kommt. Wir haben uns auf jeden Fall wieder ein Stück angenähert.



Dienstag, April 16, 2013

Der Angriff der Krustentiere

Es begann alles recht harmlos ... Wenn ich Schwierigkeiten habe, einzuschlafen, bitte ich H. mir etwas zu erzählen. Meistens sagt er dann "Ich bin müde.", und ich antworte: "Ach, bitte! Nur eine kurze Geschichte." Dann höre ich ein kurzes missmutiges Brummen, gefolgt von tiefen Atemzügen und beunruhigender Stille, die mir zeigen soll, wie müde er ist.
Scheinbar weiß er mit meiner Aufforderung nichts anzufangen und so versuche ich es erneut. Da auch ich mich um die abendlichen Uhrzeiten nicht zu verbalen Höchstleistungen in der Lage sehe, beginne ich mit einem weniger komplexen Gesprächseinstieg, der sich in etwa so abspielen könnte: "Magst du Pinguine?"
Dann antwortet er: "Ja, die sind lustig, meine monochrome Freundin." Und ich bin ganz aufgeregt, weil ich förmlich spüren kann, dass ich mit meinem Strategiewechsel goldrichtig lag und dass das Ganze in die richtige Richtung läuft. Doch ich lasse mir nichts anmerken, bleibe ganz ruhig, und frage weiter: "Und was ist mit Gnus?" Doch dann endet die Unterhaltung abrupt. Er sagt: "Ich bin müde.", und dreht sich schwerfällig in die andere Richtung, damit mir nicht entgeht, mit welchen Anstrengungen er meinetwegen zu später Stunde noch zu kämpfen hat. Ich schätze, dass er auch mit den Augen rollt. Aber da kann ich mir nicht sicher sein. Es ist ja dunkel.
Dann sagt er, vielleicht, weil er selbst bemerkt hat, wie unhöflich das war: "Denk doch an was Schönes." Und ich frage: "An was?" Und er antwortet: "An unseren Urlaub."

Das ist der Punkt, an dem ich merke, dass es keinen Sinn hat, das Gespräch weiterzuführen.

Doch seinen Rat nehme ich mir zu Herzen, stelle mir vor, wie ich im Meer schwimme, Fische beobachte, leckeres Essen genieße, einen Sonnenbrand kriege ... Und dann werde ich sanft von den Wellen in den Schlaf gewiegt.

Um dann mitten in der Nacht schweißgebadet aufzuwachen. Anfangs wurde ich noch von den typischen Alpträumen heimgesucht, die jeden Traumdeuter zu Tode langweilen würde. Ich vergesse die Reisepässe oder die Flugpapiere, komme nicht rechtzeitig zum Flughafen oder habe den Abreisetag völlig vergessen. Laut Bild.de (die die Komplexität dieser Traumart offensichtlich erkannt haben) fürchte ich, im wahren Leben etwas zu verpassen. Ein Symptom, das weit verbreitet zu sein scheint und mich nicht weiter beunruhigt.
Doch dann wurden die Träume anders ... - beängstigender.

Traum eins:

H. wollte doch nicht ins Ausland und überredete mich, für ein Wochenende an die Nordsee zu fahren. Widerwillig stimmte ich zu. Als wir dort ankamen, stellten wir fest, dass das Meer ganz anders war als wir dachten. Es war grün, algig, ja, schon fast schlammig. Und höchstens 50 cm tief. H. weigerte sich unter diesen Umständen ins Wasser zu gehen, während ich mich ein wenig in der Brühe treiben ließ. Nach ein paar kräftigen Zügen hatte ich mich schon ein ganzes Stück vom Ufer entfernt. Mit einem Mal überkam mich das Gefühl, dass sich die Konsistenz des Wassers veränderte. Die Bewegungen fühlten sich viel schwerer an als zu Anfang. Und tatsächlich: Je weiter ich hinausschwamm, desto fester wurde das Wasser. Es war fast breiig. Das Schwimmen wurde immer anstrengender und ich schaute verängstigt zum Ufer hinüber. Mit einem Mal wurde ich sauer auf H., weil er unbedingt an die Nordsee wollte. In dieses Schlammgewässer. Und dann blieb er auch noch am Strand. Und noch während ich mich in meinen Ärger reinsteigerte, konnte ich sehen, wie die ersten Krebse ihre Köpfe über die Wasseroberfläche streckten. Es sah lustig, wie die kleinen gepanzerten Tierchen in den Wellen hin- und herschaukelten. Ich schaute mich neugierig um. Immer mehr Tiere tauchten auf. Doch mit einem Mal wurde mir der Ernst der Lage bewusst: Ich war umzingelt. Hektisch versuchte ich, mich vom Grund abzustoßen, doch das Wasser hatte sich in eine betonähnliche Masse verwandelt und ich steckte fest. Die Krebse kamen näher. Sie schienen sich zu vervielfältigen - wie Agent Smith. Auch andere Krustentiere waren dazugekommen. Hummer, Krabben, Phantasiegestalten mit schrecklichen Greifarmen ... Und dann ging alles ganz schnell.  Sie fielen über mich her, krallten sich an mir fest und rammten mir ihre krustigen Beine in die Haut. Ob ich überlebt habe, weiß ich nicht.

Traum zwei:

Ich war in Ägypten. Nach einem wunderbaren sonnigen Tag, den ich mit schnorcheln und schwimmen verbrachte hatte, lag ich im gemütlichen Hotelbett als ein Angestellter anklopfte. Als ich öffnete, schaute er mich irritiert an und sagte: "Sie sind noch gar nicht fertig? Sie reisen doch heute Abend noch ab." Ich  begann zu lachen und antwortete: "Ach, was! Ich bin doch erst seit einem Tag hier." Doch er schüttelte besorgt den Kopf: "Nein, Sie sind schon seit zwei Wochen da. Ihr Urlaub ist zu Ende."
Ich wurde nervös, war den Tränen nahe. Ich konnte mich nur an den einen Tag erinnern. Doch auch an der Rezeption konnte man mir keine andere Auskunft geben. Im Hotel machte man sich über mich lustig, die meisten dachten, ich wäre verrückt geworden. Und ich selbst dachte das auch.
 Zu Hause stellte ich fest, dass ich tatsächlich zwei Wochen unterwegs gewesen bin. Die Hotelmitarbeiter hatten mich also nicht belogen. Doch ich konnte mich beim besten Willen nicht daran erinnern. Also ging ich zum Arzt. Die Diagnose war schnell erstellt: Ich litt unter der sogenannten "Urlaubsamnesie".

Heute Abend, wenn ich nicht schlafen kann, werde ich H. fragen, was er von Krustentieren hält.